
Neubau der Ozonung auf der Kläranlage Berlin Schönerlinde
Projektziel
Mit dem Bau der Ozonung erfolgt die Reduzierung von anthropogenen Spurenstoffen (u.a. Ibuprofen, Diclophenac, Microplastik im Abwasser) im Ablauf der Kläranlage.
Besonderheiten
Alle Maßnahmen wurden unter dem Gesichtspunkt der „Ozonbeständigkeit“ geplant. Die Herausforderung liegt auch in der zeitgerechten Planung und Ausführung der hochkomplexen Anlage, für die in allen Planungsvorgaben der höchste Entwurfsgrundsatz im WU-Konzept gefordert wird (WU-Konzept: Sammlung von Standards für den Bau wasserundurchlässiger Betonbauwerke).
Das bedeutet zum Beispiel eine grundsätzlich rissfreie Betonkonstruktion. Daraus folgen besondere statische und betontechnologische Anforderungen an die Planung wie auch an die Bauleitung im Rahmen der Realisierung.
Auftraggeber
Berliner Wasserbetriebe
Ausgangssituation
Die Kläranlage Berlin Schönerlinde ist eine von vier Leitkläranlagen in Berlin. Das gereinigte Abwasser der Kläranlage (105.700 m³ pro Tag) wird über Gräben in Richtung Tegeler See abgeleitet und durchfließt vorab die OWA-Tegel (Oberflächenwasseraufbereitungsanlage). Der Tegeler See ist unter anderem für die Trinkwasserversorgung der Stadt Berlin von großer Bedeutung.
Um den Eintrag von anthropogenen Spurenstoffen in den Tegeler See durch die Kläranlage Schönerlinde weitestgehend zu reduzieren, wurde vom Berliner Senat beschlossen, eine vierte Reinigungsstufe in Form einer Ozonung auf der Kläranlage zu errichten.
Leistungen
Projektdaten
spiekermann bearbeitet das Projekt in Federführung seit 2017 (in ARGE mit AFRY: Objektplanung Bauwerk Ozonung und technische Ausrüstung). Das Projektende ist für Ende 2027 geplant.
Technische Details
Zum Projekt gehören auch die folgenden Komponenten: Bau eines Verbindungsgerinnes, eines Dammtafellagers, eines Vereinigungsschachts, einer Ablaufleitung (DN 2200), von Ver- und Entsorgungsleitungen, von Kabelschächten und elektrische Verkabelungen, einer Ablaufmengenmessung mit Vorschacht, Messschacht, Probenahmeschacht, einer Messstation, zwei Schalthäuser, einem Ablaufbauwerk und eben einer Ozonungsanlage.
Die verfahrenstechnische Funktionsweise (siehe Schaubild) und Beständigkeit der Ozonung wird maßgeblich durch die bautechnische Qualität beeinflusst.
Das Gebäude für die Ozonungsanlage besteht aus mehreren Etagen und wird als komplette Betonkonstruktion erstellt. In der untersten Etage befinden sich die vier Ozonreaktoren, in der darüber liegenden Etage befinden sich die maschinentechnischen Komponenten wie Ozongeneratoren, Messeinrichtungen, etc.
Grundlage waren die von spiekermann in der Funktion als Generalplaner gemeinsam mit dem Kunden im detaillierten WU-Konzept und der Statik für die Ozonung festgelegten Parameter und Randbedingungen. Das DAfStb (DAfStb – Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V.) definiert als Entwurfsgrundsatz „Vermeidung von Trennrissen durch die Festlegung betontechnischer und konstruktiver Maßnahmen“. Um das zu berücksichtigen, wurde ein statischer Ansatz benötigt, um eine rechnerische Rissbreite von 0,00 mm zu erreichen!
Projekterfolge spiekermann –
Unsere Referenzen im Überblick
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Lara Bödeker,
Recruiterin für spiekermann, freut sich auf ein Gespräch mit Ihnen!
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Dipl.-Ing. Dirk Joormann
Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Wasser und Umwelt, steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!

Dipl.-Ing. Christoph Braun
Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Konstruktiver Ingenieurbau und Baumanagement, steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!

Dipl.-Ing. Dirk Joormann
Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Wasser und Umwelt, steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!












