Baustart: Erweiterung Betriebshof Merheim

Auf dem Betriebshof Merheim der KVB haben die bauvorbereitenden Maßnahmen für den neuen Anbau der Werkstatt begonnen. Der Tiefbau startete bereits im Januar 2026. Nach zusätzlichen Herausforderungen in der Gründungssituation gibt es jetzt wieder grünes Licht für die Arbeiten an der Werkstatt.

Wartung und Instandhaltung von in Zukunft bis zu 200 Stadtbahnen

Mit dieser Erweiterung schafft die KVB zusätzliche Kapazitäten für Wartung und Instandhaltung ihrer Stadtbahnflotte – ein zentraler Schritt zur weiteren Modernisierung des gesamten Standorts, der mit über 100.000 m² der größte und modernste Betriebshof der KVB ist.

spiekermann ingenieure ist verantwortlich für die Objektplanung, die Tragwerksplanung sowie die Planung der technischen Ausrüstung und koordiniert mit der Generalplanung übergreifend die anspruchsvollen Arbeiten im laufenden Betrieb. Darüber hinaus gibt es zwei weitere parallellaufende Projekte zur zukunftssicheren Erweiterung des Betriebshofs Merheim, die ebenfalls von spiekermann begleitet werden.

Da der laufende Betrieb jederzeit gewährleistet bleiben muss, sind Umfahrungen, temporäre Sperrungen und enge Absprachen mit den Nutzern des Standorts unverzichtbar.

Aktuelles BH Merheim Baustart
Werkstatterweiterungen sind mehr als ein einfacher Anbau

Bau auf einer ehemaligen Mülldeponie

Der Untergrund für die Erweiterung des neuen Werkstattbereichs erfordert besondere Aufmerksamkeit: Der Betriebshof steht auf einer rund acht Meter starken Auffüllung aus den 1970er Jahren, unter der sich eine ehemalige Mülldeponie befindet.

Diese geologischen Besonderheiten beeinflussen die Gründungsplanung entscheidend. So befinden sich nah an der Geländeoberkante eine mineralische Dichtschicht, um Gasaustritte zu vermeiden. Diese Dichtschicht muss beim Bauen besonders sensibel behandelt werden.

Zusammenarbeit mit guten Projektpartnern zahlt sich aus

Anfang Februar mussten die Arbeiten erstmal ruhen: Die Gründung des Anbaus konnte nicht wie geplant hergestellt werden, weil die Eigenschaften des anstehenden Baugrundes von den ursprünglichen Erkundungsbohrungen abwichen.

Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten – SBE-TGA GmbH, W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Terra Consulting GmbH und DMT GmbH & Co. KG und natürlich unser Bauherr Kölner Verkehrs-Betriebe AG inkl. der spiekermann Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau – wurde dann kurzfristig eine Lösung gefunden. Die Planung und Berechnung der Gründung ist jetzt freigegeben und es kann wieder weitergehen auf der Baustelle.

Mit dem Werkstattanbau entsteht ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung des Betriebshofs Merheim. Das Projekt verbindet präzise Eingriffe in den Bestand, tiefgreifende sicherheitstechnische Anforderungen und digitale Arbeitsmethoden – und macht damit sichtbar, wie vielfältig und anspruchsvoll moderne Werkstatterweiterungen sein können.

Wir wünschen dem Projektteam bestehend aus Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Betriebshöfe mit der Leistung Generalplanung, sowie der Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau mit der Leistung Tragwerksplanung, viel Erfolg.


Für die Digitalisierung der Bauabläufe
Um die komplexen Abläufe effizient zu steuern, setzt das Projektteam der spiekermann PlanRadar ein: planradar.com