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Instandsetzung Dörnthaler Teich (Talsperre Klasse1)

Instandsetzung Dörnthaler Teich (Talsperre Klasse1)

Der Dörnthaler Teich als Talsperre mit einer imposanten Stauhöhe von 19m ist für die Trinkwasserversorgung der Regionen Freiberg, Chemnitz und Dresden ein wichtiger Verteilerbaustein.

Aufgabe an das Expertenteam des Konstruktiven Wasserbaus der spiekermann ingenieure ist die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit.

Komplexe Systeme – straffer Zeitplan!

Neben der Komplexität der Anlage hat das Projektteam eine besonders herausfordernde Rahmenbedingung zu meistern: Bereits im Frühjahr 2023 wird der Wiedereinstau des Dörnthaler Teichs notwendig, weil Baumaßnahmen an der Talsperre Lichtenberg beginnen.

Trotz Coronakrise hat die Auftraggeberseite das Ziel formuliert, innerhalb von 4 Jahren die Planung und Durchführung eines so großen Projektes zu realisieren.

Die Genehmigungsplanung ist nun eingereicht

Der Auftraggeber traute den Experten der spiekermann zu, das Vorhaben in diesem Zeitraum tatsächlich zur Umsetzung zu bringen. Seit 2019 planen die Dresdener Kolleginnen und Kollegen somit die Komplexinstandsetzung des 1844 fertiggestellten Teiches. Nun konnte die Entwurfs- und Genehmigungsplanung fertiggestellt und eingereicht werden.

Erneuerung der Betriebseinrichtungen unumgänglich

Für die Roh- und Trinkwasserbereitstellung betreibt die Landestalsperrenverwaltung Sachsen im Erzgebirge ein Verbundsystem an Talsperren, zu denen auch der Dörnthaler Teich (DTT) gehört.

Die Revierwasserlaufanstalt Freiberg (RWA) mit ihrem System von Kunstgräben, Teichen und Talsperren ist seit Jahrhunderten Bestandteil der Rohwasserbereitstellung für die Großräume Dresden und Freiberg. Mit einer Nutzungsdauer von mehr als 150 Jahren müssen die Betriebseinrichtungen und das Absperrbauwerk am Dörnthaler Teich, einer Talsperre der Klasse 1 (hier mit 19 m Stauhöhe), erneuert und saniert werden.

Neubau zweier Betriebsgebäude inklusive

Zu den Baumaßnahmen gehört allerdings nicht nur der Ersatzneubau von Tosbecken und Einlaufbereich. Eine vollständige Durchörterung des Dammbauwerks (DN1400) mit bemanntem Schildvortrieb zum Neubau der Grundablassleitung ist vorgesehen sowie der Neubau zweier Betriebsgebäude luftseitig.

Die anlagentypischen Striegel der drei Auslässe des Teiches werden erneuert und die Rohrleitungsstränge mit modernen Armaturen ausgestattet. Der Betriebsauslass erhält eine Durchströmturbine.

Denkmalpflegerische und naturschutzfachliche Zielstellungen machen die Arbeiten noch anspruchsvoller! Die Freiberger Bergwerksteiche der Revierwasserlaufanstalt sind UNESCO-Weltkulturerbe und an die Talsperre Dörnthaler Teich angrenzende Flächen sind als europäischen FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat) geschützt. Nach der eingereichten Genehmigungsplanung wird die Ausschreibung in mehreren Losen schon in wenigen Monaten stattfinden. Mit dem Baubeginn rechnen wir im Spätsommer bzw. Herbst 2021. Das Team ist begeistert, wie immer sehr engagiert und freut sich, dass bislang alles wie geplant vorangeht.