Eröffnung Nord-Süd-Tunnels Kö-Bogen

Der gesamte motorisierte Individualverkehr wird unter die Oberfläche verlegt!

Seit 2009 ist Spiekermann als Teil einer Arbeitsgemeinschaft für die Straßenverkehrstunnel Kö-Bogen in Düsseldorf tätig. Zu unseren Aufgaben zählen die Objektplanung der Verkehrsanlagen für die Straße im Tunnel und an der Oberfläche einschl. Entwässerung sowie für die Straßenbahnlinien in Nord-Süd- und in Ost-West-Richtung. Nachdem der Nord-West-Tunnel (300m) mit Anschluss an die Tiefgarage des Einkaufzentrums Kö-Bogen schon seit dem 7. Januar 2013 geöffnet ist, wurde nun der Süd- Nord-Tunnel (350m) eröffnet. Durch den Bau der Wehrhahn-Linie (Stadtbahn) hatte die Landeshauptstadt Düsseldorf die Chance, die Innenstadt im Bereich zwischen Hofgarten, Drei-Scheiben-Haus, Schauspielhaus, Schadow-Straße und Johanneskirche neu zu gestalten. Dafür wird der gesamte motorisierte Individualverkehr unter die Oberfläche verlegt. Die erforderlichen Tunnel und Rampen entstanden in zwei Bauabschnitten. Das Projekt Kö-Bogen I umfasst den Nord-West-Tunnel (Hofgartenstraße bis Elberfelder Straße), den Süd-Nord-Tunnel (Berliner Allee / Immermannstraße bis Hofgartenstraße) sowie den Süd-West-Tunnel (Abzweig Süd-Nord-Tunnel bis Anschluss Nord-West-Tunnel). Der Süd-Nord-Tunnel mit dem Abzweig zum Süd-West-Tunnel kreuzt sich mit dem U-Bahnhof Schadowstraße der Wehrhahn-Linie, der direkt unter der Sohle des Straßentunnels liegt. Aus statischen und konstruktiven Gründen wird beim Bahnhofbau ein Teilstück dieses Straßentunnels mitgebaut. Als Kö-Bogen II wird der Süd-Nord-Tunnel bezeichnet, der den Tausendfüßler ersetzt. Sämtliche Tunnel wurden in offener Bauweise hergestellt. Insgesamt drei Tiefgaragen wurden unterirdisch an die Tunnel angebunden. Im Zentrum der verknüpften Tunnel befindet sich ein unterirdisches Betriebsgebäude für die Steuerung aller Tunnelprozesse. Nach Abschluss der Arbeiten am Süd-Nord-Tunnel kann die Straßenbahnlinie in Nord-Süd Richtung in ihre endgültige Lage verlegt werden. Die gesamte Oberfläche wird neu gestaltet. Nach dem Umbau der verbleibenden Straßenverbindungen entsteht ein großzügiger Grüngürtel zwischen der Jägerhofstraße, der Johanneskirche und dem nördlichen Ende der Kö.



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