Abwasserkanal Emscher (AKE): Bau zweier Pumpwerke in Bottrop und Gelsenkirchen

Lage

Bottrop, Gelsenkirchen (Deutschland)

Umsetzungszeitraum

2009 – voraussichtlich 2019

Bausumme / Honorar

45.000.000 € / 3.500.000 €

Auftraggeber

Emschergenossenschaft, Essen

Schlagworte

Pumpwerke Emscher Abwasserkanal: Vorbereitung und Mitwirkung Vergabe, Bauoberleitung, Örtliche Bauüberwachung, Projekthandbuch, Terminplanung, Koordinierung der Leistungen Dritter, offener Schmutzwasserablauf, Abwasserkanal, Pumpwerke, Baugrube, Rohbauarbeiten, Pumpwerkstationen, Bohrpfahlwände, Rohrvortriebsverfahren, Bodenverbesserung, DSV-Säulen, Rüttelstopfverdichtung, säurewiderstandsfähiger Boden, PE-HD-Platten Auskleidung

Projektbeschreibung

Da die Emscher zwischen Dortmund und Dinslaken heute noch ein offener Schmutzwasserlauf ist, hat Spiekermann den Auftrag für den Bau zweier Pumpwerke in Bottrop und Gelsenkirchen erhalten, die das Abwasser um jeweils ca. 15 m anheben. Durch den Bau eines unterirdischen Abwasserkanals bis 2017 auf einer Länge von ca. 51 km wird sie vom Abwasser befreit. Spiekermann hat in einer ARGE neben den Lph 6-7 auch den Auftrag für die Lph. 8/9 sowie die örtliche Bauüberwachung für die Herstellung der Baugruben und der Bautechnik für die Pumpwerke erhalten.

Die Baugruben für die späteren Pumpwerksstationen wurden durch gestaffelte, überschnittene Bohrpfahlwände hergestellt. Je Baugrube wurden 180 Stück Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 150 cm und einer Länge von bis zu 30 m als obere und 140 Stück Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 180 cm und einer Länge von ca. 20 m als untere Verbauwand hergestellt. Für die Herstellung der Verbauwände wurden ca. 25.000 m3 Beton verbraucht. Das Gesamtvolumen des für die Baugruben zu tätigenden Bodenaushubes betrug ca. 90.000 m3. Ca. 50 % des Bodenaushubes bestand aus Altablagerungen von Klärschlämmen.

Zwischen dem Pumpwerk BOTT II und eines bestehenden Schachtes wurde im Rohrvortriebsverfahren eine Kanalstrecke DN 1800 von ca. 100 m hergestellt. Wegen der wenig tragfähigen Klärschlammablagerungen in diesem Bereich, mussten Maßnahmen zur Bodenverbesserung mittels DSV-Säulen sowie Rüttelstopfverdichtungen durchgeführt werden.

Auf Grund der Aggressivität der zu fördernden Abwässer, werden die abwasserberührten Bauteile (Zulauf, Saugraum, Ablauf) aus einem säurewiderstandsfähigem Beton (SW-Beton) hergestellt, welcher in der Verarbeitung sehr sensibel reagiert und daher eines verstärkten Überwachungsaufwandes bedarf. Zusätzlich werden diese Bauteile zur Erhöhung des Korrosionsschutzes vollflächig mit PE-HD-Platten ausgekleidet.

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