Bodensanierung Dresden

Die Sanierung des ehemaligen Wäscherei Geländes in Dresden erzeugt Aufmerksamkeit

Ungewöhnlich für eine Bodensanierung: Die Baustelle der ehemaligen Wäscherei „Purotex“ erhält einige Aufmerksamkeit und wird gut besucht: das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, die Landesdirektion Sachsen, Vertreter der EU, das Landesamt für Umwelt und Geologie und die TU Dresden. Die Bild-Zeitung berichtete. Der Lehrstuhl Abfallwirtschaft und Altlasten hat sogar eine Vorlesung auf die Baustelle verlegt.

Spannend sind bei dieser Baustelle vor allem die Größe der Bohrmaschinen für die Großlochbohrungen, die seit Oktober 2016 das kontaminierte Erdreich zu Abtransport und Entsorgung hervorbringen und die Projektmitarbeiter, die mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten arbeiten müssen. Außerdem musste das direkt angrenzende Wohngebäude mit einer unterirdischen Mauer gegen Einsinken gesichert werden.

Zum Arbeits- und Anwohnerschutz wurde 8 Wochen lang, 24 Stunden pro Tag die Luftqualität über zwei Gaschromatographen genauestens überwacht. Insgesamt 11 Messpunkte auf der Baustelle und im Umfeld sendeten ihre Daten an die Bauüberwachung der Spiekermann, um notfalls jederzeit eingreifen zu können.

Das 850m² große Betriebsgelände der ehemaligen Chemischen Reinigung Purotex befindet sich in Dresden-Friedrichstadt und ist seit 1975 außer Betrieb. Nachgewiesene Schadstoffe sind LHKW in Form von Tetrachlormethan, Tetrachlorethen (Per) und Trichlorethen und Trichlormethan. Im Zuge der Sanierungsplanung hat Spiekermann seit 2014 unter anderem folgende Leistungen erbracht: Begleitung der Bohrarbeiten, Erstellung eines Grundwassermodells, Sanierungsuntersuchung gemäß BbodSchV, Erstellung Entwurfsstatik zur Schwerlastwand, örtliche Bauüberwachung, SiGeKo, Koordinator DGUV 101-004 und mehr. Für die Stützwand wurden zweitausend Tonnen Beton verbaut. Die Bausumme betrug netto 1,7 Mio. €. Das Ende der EFRE finanzierten Maßnahme ist für März 2017 geplant.